Die Bergsteigerdörfer – Bewegung aus eigener Kraft

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Das Konzept Bergsteigerdörfer – „Bewegung aus eigener Kraft“

Der Oesterreichische Alpenverein unterstützt mit der Plattform Bergsteigerdörfer“ rund 20 Gemeinden in Österreich, die sich ganz bewusst dem sanften Tourismus verschrieben haben. Keine großen Schianlagen, keine mehrspurigen Straßen, keine Bettenburgen. Kleine, authentische Orte eingebettet in eine ursprüngliche Naturlandschaft und ausgestattet mit einem hohen Maß an Alpinkompetenz.

Kleine und feine Bergsteigerdörfer zum Genießen und Verweilen

OeAV-Bergsteigerdörfer sind wenig berührte Gebirgsorte mit authentischem Charakter, die als vorbildhafte regionale Entwicklungskerne im nachhaltigen Alpintourismus wichtige Akzente setzen wollen. Dabei soll über die Berg-Wanderkompetenz hinaus eine Positionierung im anspruchsvolleren Alpinbereich erfolgen. Sie garantieren ein professionelles Tourismusangebot für Bergsteiger, weisen eine exzellente Landschafts- und Umweltqualität auf und setzen sich für die Bewahrung der örtlichen Kultur- und Naturwerte ein.

Das Projekt „Bergsteigerdörfer“ stellt eine Initiative des Oesterreichischen Alpenvereins mit Unterstützung des Lebensministeriums und ko-finanziert vom Programm für Ländliche Entwicklung dar. Die Vorbildwirkung der Bergsteigerdörfer erstreckt sich vor allem auf das aktive Bemühen, im Einklang und in Beachtung einschlägiger gesetzlicher Bestimmungen, wie den Durchführungsprotokollen der Alpenkonvention und den vielfältigen
Programmen das Ziel der nachhaltigen Entwicklung im Alpenraum zu verwirklichen. Dabei wird den Gemeinden eine einheitliche Marketingplattform zur Verfügung gestellt, kleine Infrastrukturprojekte gefördert und vor allem – in gegenseitigem Nutzen – eine breite
Austauschbörse mit den anderen Gemeinden, Ministerien und Beratungsstellen geschaffen.

Diese Marke soll für einen anspruchsvollen Bergtourismus stehen, der sich vom gegenwärtigen Standardangebot absetzt und eine ökonomisch tragfähige Kombination aus Natur-Schonung, Identitäts-Erhalt und alpinistischer Herausforderung anbietet.

 

Hüttschlag im Großarltal

Hüttschlag im Sommer (c) GROSSARLTAL

Mit Stand 2015 gehören folgende Gemeinden, Talschaften und/oder Orte dem Kreis der Bergsteigerdörfer an:

  • Gr. Walsertal (mit 6 Gemeinden)
  • Ginzling im Zillertal
  • Vent im Ötztal
  • St. Jodok – Schmirn- und Valsertal
  • Villgratental (Inner- und Außervillgraten)
  • Tiroler Gailtal (Kartitsch, Ober- und Untertilliach)
  • Gemeinde Lesachtal
  • Mauthen
  • Mallnitz
  • Malta
  • Hüttschlag im Großarltal
  • Weißbach bei Lofer
  • Johnsbach im Gesäuse
  • Die Steirische Krakau (3 Gemeinden)
  • Steinbach am Attersee
  • Grünau im Almtal
  • Lunz am See
  • Reichenau an der Rax
  • Sellraintal mit den Gemeinden Gries, St. Sigmund und Sellrain
  • Zell-Sele

Im September 2015 kam schließlich noch Ramsau bei Berchtesgaden als erstes Bergsteigerdorf in Deutschland hinzu.

Video Bergsteigerdörfer

Bilder Bergsteigerdörfer

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Bergsteigerdörfer - im Projekt Bergsteigerdörfer sind in Österreich inzwischen 20 Ortschaften zusammengeschlossen, die ihr touristisches Konzept gezielt auf sanften Tourismus ausgerichtet haben. Im Mittelpunkt stehen erlebnisreiche Bergsportaktivitäten in intakter Natur und Landschaft der Alpen. Die Initiative des Österreichischen Alpenvereins, die in Hinterstein durch den Projektbeauftragten Dr. Roland Kals vorgestellt wurde, setzt damit gezielt auf eine nachhaltige, regionale Entwicklung und ein Gegengewicht gegen landschaftsintensive Tourismusformen. Die individuelle Geschichte des Bergsteigens in den jeweiligen Regionen wird in den Bergsteigerdörfern zu einem zentralen Faktor.

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