Das Bergsteigerdorf Tiroler Gailtal – zwischen den mächtigen Dolomiten und den Karnischen Alpen

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Bergsteigerdorf Tiroler Gailtal in Osttirol

Geografische Kontraste kennzeichnen das Gailtal in Osttirol und Kärnten zwischen der Gemeinde Tillach im Bezirk Lienz und der Statutarstadt Villach. Die weite Talebene setzt sich deutlich von den schroffen und steilen Gebirgshängen der umliegenden Dolomiten, Karawanken sowie Gailtaler und Karnischen Alpen ab. Bergsportler und Wanderfreunde schätzen die Gegend wegen des gut 155 Kilometer langen Karnischen Höhenwegs, dieser lässt sich gut in acht Etappen in einer Woche absolvieren. Besonderheiten auf der Strecke sind die zahlreichen Ruinen von Festungsbauten aus dem Ersten Weltkrieg sowie der geologische Lehrpfad zwischen der Marktgemeinde Sillian und der Passhöhe Nassfeld. Ebenfalls populär und bestens vom Bergsteigerdorf Tiroler Gailtal aus zu erreichen ist der 150 Kilometer lange und teils hochalpine Gailtaler Höhenweg. Von ihm führen diverse Klettersteige zum Beispiel auf den Jauken (2276), Reißkofel (2371) und Sattelnock (2033).

Genau genommen handelt es sich beim Bergsteigerdorf Tiroler Gailtal nicht um einen Ort, sondern um die drei Osttiroler Gemeinden Kartitsch sowie Ober- und Untertillach in der Ferienregion Hochpustertal. Am stärksten vom Fremdenverkehr geprägt ist Kartitsch, die nächsten Berghütten sind die Obstansersee-Hütte und die Filmoor-Standschützenhütte. Von der Erstgenannten aus besteigt man in ein bis zwei Stunden die Roßkopf Höhe (2603), die Pfannspitze (2678) und den Tscharrknollen (2482). Von der Zweitgenannten gelangt man in ein bis anderthalb Stunden auf den Großen Kinigat (2689) oder über den Klettersteig „Corrado d´Ambros“ auf die Filmoorhöhe (2457). Oberhalb von Kartitsch liegt der nach dem Ort benannte Kartitsche Sattel auf gut 1.550 Meter Höhe, von diesem blickt man auf die beiden benachbarten Gemeinden Ober- und Untertilliach. Die Marktgemeinde Kötschach-Mauthen im Kärntner Bezirk Hermagor und die weiter unten kurz skizzierte Gemeinde Lesachtal sind ebenfalls Bergsteigerdörfer im Gailtal.

Hauptattraktion in Obertilliach im Winter ist das Biathlon-Stadion mit der anschließenden, gut 60 Kilometer langen Grenzlandloipe, im Sommer der Karnische Höhenweg, der ganz in der Nähe verläuft. Untertillach zeigt sich etwas ruhiger, Urlaub auf dem Bauernhof wird hier vielerorts angeboten. Ausflüge von hier aus sind beispielsweise nach San Pietro di Cadore oder Santo Stefano di Cadore in Italien oder in die Gemeinde Lesachtal in Kärnten möglich. Dort finden sich mit der Wallfahrtskirche Maria Schnee und den Luggauer Mühlen am Trattenbach schöne und sehenswerte architektonische Attraktionen. Eine für Familien mit Kindern oder ältere Menschen geeignete Wanderung führt vom Bergsteigerdorf Tiroler Gailtal zum Hausberg Golzentipp (2317). Für die gut 2,5 Kilometer lange Tour benötigt man gut 2,5 Stunden, oben angelangt wird man mit fantastischem Rundumblick und einem Restaurant zur Stärkung nach den Strapazen belohnt.

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Bergsteigerdorf Tiroler Gailtal - das Tiroler Gailtal iegt auf 1.350 m Meereshöhe in einem der höchstgelegenen Täler im ohnehin bereist hochgelegenen Osttirol. Kurz nach dem Kartitscher Sattel blickt man auf die zwei weiteren Ortschaften Obertilliach und Untertilliach. Die Wiesenflächen rund um die Ortschaften sind von zahllosen Heustadeln besetzt

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