Bergsteigerdorf Vent im Ötztal

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Bergsteigerdorf Vent im Ötztal – ein Bergdorf mit Geschichte

Mit einer urkundlichen Erwähnung aus dem Jahr 1241 beginnt die Geschichte von Vent. Erste Siedler waren Schafhirten, die aus dem heutigen Südtirol nach Norden gezogen sind. Fasziniert von den Gletscherseen kamen Touristen bereits im 18. Jahrhundert hier her.

Ötzi – der Mann aus dem Eis

Am 19. September 1991 wurde beim Abstieg von der Fineilspitze (3.514 m) hinunter zum Tisenjoch (3.280 m) der 5.300 Jahre alte „Mann aus dem Eis“ völlig unversehrt mit einer reichlichen Ausrüstung (Bogen, Pfeile, Beil, Fußbekleidung, Mantel, Tragekorb, Messer) gefunden und geborgen.Dieser sensationelle Fund hat ein Detail an das Tageslicht gebracht, dass Jäger, Hirten und Händler schon von jeher über die Jöcher des Alpenhauptkammes gezogen sind. Heute kann der „Mann aus dem Eis“ im Archäologiemuseum in Bozen bewundert werden.

Ötztal Vent

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Hohler Stein und uhrzeitliges Jägerlager

Hohler Stein Vent. Nach dem Fund des „Ötzi“ stellte Hr. Dr. Leitner von der Universität Innsbruck weitere Untersuchungen an. Er wies nach, daß es noch andere steinzeitliche Jägerstationen im Ötztal z.B. am „Hohler Stein“ im Niedertal bei Vent gab. „Hohler Stein“- auf 2.050 m und nur 10 Kilometer Luftlinie von der Fundstelle des Mannes im Eis entfernt. Beim urzeitlichen Jägerlager ergaben die archäologischen Ausgrabungen, dass die früheste Nutzung dieser Station auf die Zeit um 7.600 v. Chr. zurück geht und belegt damit auch die erste Begehung des Rofentals durch den Menschen.Das auf 1.950 m Höhe erbaute Freilandlager befindet sich auf einer Geländeterrasse am Zusammenfluss des Nieder- und Rofentales. Diese beiden Täler bildeten wahrscheinlich die natürlichen Grenzen eines ausgedehnten Jagdreviers, das hinauf bis an den Alpenhauptkamm reichte. So gesehen bildete dieser Platz die idealen Voraussetzungen für eine Aufbruchstelle größerer Jagdgemeinschaften. In der Zeit um 2.000 v. Chr. (Frühe Bronzezeit) haben Hirten dieses Gelände als Weideplatz für ihre Schaf- und Ziegenherden genutzt.

Schafübertrieb

Die Schafzucht hatte früher eine große Bedeutung, hauptsächlich wegen der Wolle (heute hat unsere Wolle keinen Wert mehr). Da jedoch viel zu wenig Weideflächen vorhanden waren, haben sich die Bauern entschlossen, die Schafe ins Nachbargebiet „Niedertal-Ötztal“ für die Sommermonate zu treiben.Daher wurde 1415 ein Weiderechtsvertrag zwischen den Bauern von Vent und Schnals abgeschlossen. Dieser Vertrag enthält: das Weiderecht von Mitte Juni bis Mitte September. Die Schnalser Bauern haben eine Interessenschaft gegründet. Am Anfang waren 26 Mitglieder (Bauern), davon sind jetzt nur mehr 21 Mitglieder, da die fünf Bauern ihre Rechte an der Interessenschaft verkauft haben. Dieses Weiderecht wird von den Bauern mit Stolz noch aufrecht erhalten!

Vent Ötztal

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Jakubuskirche

Die Jakobuskirche Vent wurde eine Kirche mit Friedhof eingeweiht, 1701 war Matthäus Gerstgrasser erster eigener Seelsorger der Gemeinde. 1802, eine Lawine zerstörte die Kirche, nur Turm und Tabernakel blieben stehen, 1862-Weihe der jetzigen Kirche im barocken Stil, Erhebung von Vent zur Pfarrei. Der Hochaltar soll aus der ehemaligen Kirche in Karthaus im Schnalstal stammen (Statuen, hl. Bruno, hl. Benedikt).Neben dem Hochaltar Johannes der Täufer und Johannes Evanglist, Marienaltar und Marienfigur von Andreas Kölle aus Tirol; 1995 wurde die Kirche neuerlich aussen renoviert, 1996-Innen Renovierung und 1999 erhielt die Kirche einen neuen Volksaltar und Ambo. Die Kirche ist dem Hl. Jakobus dem Älteren geweiht. Die Pfarre Vent wird vom Pfarrer Josef Singer aus Sölden mitbetreut.

Gletscherpfarrer Franz Senn

Mit der Gründung des Österreichischen Alpenvereins begann im Jahr 1862 ein neues Kapitel des Alpinismus und des Bergsteigens. Der Gletscherpfarrer Franz Senn, Mitbegründer des Deutschen Alpenvereins (1869) und Kurat in Vent, förderte den Alpinimus, indem er Wege und Steige anlegte und Schutzhütten errichtete. Er wollte damit die Menschen für das Bergsteigen begeistern, aber auch die wirtschaftliche Lage der Bevölkerung in den Tälern verbessern. Franz Senn war selbst begeisterter Bergsteiger und erstieg zahlreiche Dreitausender in den Ötztaler Alpen.

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Bergsteigerdorf Vent im Ötztal - das Dorf Vent [ˈfɛnt] ist ein österreichisches Gebirgsdorf, das am Ende des Venter Tales an der Venter Ache auf einer Höhe von 1890 Metern liegt. Der Ort bildete bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts eine eigenständige Landgemeinde, gehört aber als Ortschaft seit 1854 zur Gemeinde Sölden im Ötztal. Vent trägt den Titel Bergsteigerdorf des ÖAV.

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